Montag, 10. Dezember 2012


Tag 3: Der Cup

Nach dem Drecksfrühstück am Vortag, beschlossen wir uns das sehr einladend wirkende Cafe Crepe gleich um die Ecke genauer anzusehen. Nach dem üblichen Start in den Tag, der damit begann, das etwas eigenwillige Konzept der Wasserwärmeeinstellung beim Duschen zu überlisten(ernsthaft, sowas habt ihr noch nicht gesehen), wollten wir uns aufmachen um die besagte"Palatschinkenbar" zu besuchen. Als wir durch den Gemeischaftsraum richtung Ausgang gingen, erblickte ich jedoch etwas im Augenwinkel. Auf den Tischen standen Teller mit Bergen von Pancakes. Es war also keine Lüge. Es gibt sie wirklich. Die Welt ist noch in Ordnung. Wir überlegten nicht lange und hauten uns einige in Ahornsirup triefende Pancakes rein. Ein Start in den Tag nach Maß. Und weil Doppelt ja bekanntlich besser hält, gingen wir danach auch noch ins Cafe Crepe wo eine nicht enden wollende Liste mit Crepevariationen auf uns wartete. Eine Frage sei jedoch erlaubt: "Was hat Mango und Huhn gleichzeitig in der Fülle einer Palatschinke verloren?" Naja...

Und nun war er also gekommen. Der Augenblick auf den wir lange hingefiebert haben: Die Hockey Hall of Fame. Schon die Figuren am Eingang deuteten darauf hin, dass es GROSS(artig) werden würde. Am Anfang sahen wir uns noch alles ganz genau an, lasen die Texte in den Vitrienen und ließen uns für alles Zeit. Allerdings nur so lange bis wir draufkamen wie groß es ist und uns klar wurde: Wenn wir uns nicht
beeilen werden wir die Tageskarte in Niki "ich hab ja nichts zu verschenken" Lauda Manier ausnutzen.
Also machten wir etwas schneller. Nach den den Eishockeylegenden, einem Schusswettbewerb auf einen virtuellen Goalie, dem besten 3D Film den ich je gesehen hatte und ca. 100.000 anderen Sachen war es soweit. Wir betraten die heiligen Hallen des Stanley Cups. Unbeschreiblich ... Wunderschön.
Fast 4 Stunden nachdem wir sie betreten hatten verließen wir die Hall of Fame durch den wie immer angschlossenen Fanshop, der uns noch einige Dollar aus den Börsen saugte.





Da uns noch ein Zubehörteil für die Helmkamera fehlte, besuchten wir am späten Nachmittag die Eaton Mall. Eins der größten Shoppingcentre von Kanada. Das fehlende Teil wurde zum Glück schnell gefunden. Die Kameras sind dort so billig, dass man geradezu genötigt wird den Zoll zu bescheißen. Doch da das Geld schon knapp war beschlossen wir die große Geldentsorgung auf das nächste Mal zu verschieben. Auf dem Weg zum Ausgang fiel uns plötzlich ein Geschäft auf: Canadien Tier. Unter dem Schild stand groß: "Christmas Shop". Hörte sich interessant an, also hinein. Etwas derartiges hatten wir noch nicht gesehen. Ein zweistöckiger Megastore, der eine Mischung aus Supermarkt, Drogerie, Baumarkt, Autoteilediskonter
Küchenzubehörladen, Zoohandlung, Sportgeschäft und Elektronikfachmarkt zu sein schien. Da kann es schon einmal pasieren, dass sich Kuchenformen im Regal neben den Autogenschweißgeräten befinden. Wir dachten uns einmal mehr: "Welcome to Canada", als wir die riesen Auswahl an Eishockeyausrüstung fanden. Wenn man alle Eishockeygeschäfte von Graz zusammen nimmt, würde man wahrscheinlich noch immer nicht auf die unglaubliche Menge an Schlägern und Ausrüstungsgegenständen kommen. Nicht zu vergessen der angebotene Schuhschleifservice. Bei einem Spar-Obi-Forstinger-Verschnitt anscheinend ganz normal.
 

Am Abend besuchten wir noch einen Ort in Toronto, der für jeden Eishockeyfan Pflicht sein sollte. Die menschenhohe dreidimensionale 99, die vor dem Gebäude stand, machte gleich klar welches Reich man in Kürze betreten wird. Das Restaurant vom besten Eishockeyspieler aller Zeiten. Das "Wayne Gretzky's". Tolle Musik. Toll eingerichtet. Natürlich hängt alle 3 Meter ein Dress oder ein Schläger mit Autogramm von "the great one" höchst persönlich.
Hauptgang: Ein Gretzkyburger mit einer eingbranten 99
Nachtisch: Ein Schokopuck oder ein Stück von der Riesenschokotorte (für 4 Personen).


Da der Abend noch jung war beschlossen wir ins Cineplex um die Ecke zu gehen und den neuen James Bond anzusehen. Zu unserer Verwunderung gibt es in den meisten Kanadischen Kinos freie Platzwahl, was zu anfänglichen Verwirrungen führte. Im Vorraum machten wir bei einem Gewinnspiel mit. Also Daumen drücken, dass wir den kostenlosen Handyvertrag mit Kanadischer Nummer gewinnen!

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