Dienstag, 1. Januar 2013

Tag 5: Warten, fahren, warten

Schade dass wir uns mittlerweile an die Zeit gewöhnt hatten, weil wir mussten um 6:00 Uhr aufstehen, da wir am Vortag zu spät zur Anmeldung kamen und es aus irgendeinem Grund sehr wichtig war, dass wir das noch vor 7:00 Uhr machten.
Nach einer halben Stunde saßen wir bereits beim Frühstück im Hotel. Ein großes Buffet mit gebratenem Speck, Wüstel, Muffins und einfach allem was man bei einem Frühstück nicht erwartet. Es gab auch Toast, aber den werde ich nach dem "Toastvorfall" in Toronto wahrscheinlich nie wieder anrühren.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf zum fünf Gehminuten entfernten Skylontower. In diesem Gebäude befand sich der Athletenbereich. Dort hatte man alles was man so braucht. Eine große, aber für über 100 Fahrer doch zu kleine, professorische Umkleide, eigene Leute die sich ums Schuheschleifen kümmerten, Physiotherapeuten, ein fast durchgehend betriebenes warmes Buffet mit vielen großen Tischen zum Essen und viele Flatscreens inklusive dem neuen Crashed Ice Kinect Spiel. Weil man dabei ausschaut wie ein Vollidiot Aus ästhetischen Gründen habe ich es jedoch abgelehnt zu spielen.
Um 10:30 sollte das Training starten, doch wir bemerkten schon am Anfang, dass die Zeiten auf dem Zeitplan eher in die Kategorie "Schau ma amal ob ma da scho anfangen" gehören. Mit anderen Worten: Das Training begann ... keine Ahnung, später halt. Dabei wurden die Fahrer in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe startete mit dem unteren Teil und die Andere mit dem oberen Teil der Strecke. Dann wurde getauscht. So konnte man sich langsam an die Sprünge und Hindernisse gewöhnen.


Die anschließenden Einzeltrainingsläufe und das Zeitfahren wurden durch einen vierstündigen Stromausfall, der das Eis matschig machte, verzögert. An diesem Punkt konnte man den Zeitplan den wir am Vormittag auf einem A4 Blatt bekommen haben getrost in die Tonne werfen. Nach langen Stunden konnten die Einzelläufe endlich beginnen. Es dauerte jedoch nicht lange bis es zum nächsten zeitraubenden Vorfall kam. Ein Video sagt mehr als tausend Worte. Bei 2:35 passierts:
Ja genau, ein Kühlschlauch wurde angeschnitten. Folge: Zeitverzögerung. Es wurde nach einiger Zeit beschlossen, dass es keinen Sinn hat das sofort zu reparieren, sondern man macht die Zeitquali bis zur Hälfte der Strecke. Gesagt getan. Ich war nach meinem ersten Lauf Zweiter und Luca war 15.. Doch bis 120 Fahrer einer nach dem anderen hinuntergefahren sind dauerte es natürlich. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Tag für uns schon seit Stunden vorbei sein. Als es dann 22:30 war, durfte ich endlich für meinem zweiten Zeitlauf zum Start gehen. Aber weil es eh schon egal war, war es extrem wichtig, dass der Kanadier der vor mir dran war sich dazu entschlossen hatte nach dem Startsprung so in die Bande zu krachen, dass er ein riesiges Loch hineinschlug. Ich weiß nicht ob es länger dauerte ihn mit Trage und Rettungswagen abzutransportieren oder das Loch zu reparieren.

23:15. Der Tag ist vorbei. ENDLICH!!!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen